Katzenkot und Hundekot im Sandkasten

Ein Sandkasten ist nicht nur für Kinder ein Magnet. Auch sämtliche Tiere der Umgebung interessieren sich dafür und so kommt es nicht selten vor dass man Katzenkot und Hundekot im Sandkasten findet.

Nicht nur Katzen und Hunde, auch Mäuse, Igel, Ratten, Vögel und alles was sich so im Garten bewegt wird auch am Sandkasten vorbei schauen.

Kot birgt immer das Potential von Infektionen und Umsicht ist geboten. Hysterie aber ist fehl am Platze.

Hauptsächlich werden wir das Problem Katzenkot betrachten da Katzen, im Gegensatz zu Hunden, auch über Zäune und Hecken hinweg in jeden Garten klettern. In vielem gilt das was für die Katzen gilt auch für die Hunde.

Katzenkot im Sandkasten

Katzenkot kommt in Sandkästen weit häufiger vor als Kot von Hunden. Dazu kommt dass Katzenkot potentieller Überträger der Toxoplasmose ist die besonders Schwangere betrifft.

Zudem droht eine Infektionsgefahr mit Fäkalstreptokokken und Colikeimen. Dieses geht von jeder Art von Fäkalien aus, ob Hund, Hase, Vogel oder Katze.

Infektionsgefahren

Infektionsgefahren sind durchaus gegeben. Man darf sich aber nicht verrückt machen, ein normal gesunder Mensch wird kaum Probleme bekommen. Dennoch sollte man sich der möglichen Infektionen bewusst sein. Katzenkot kann sich überall finden und sei es weil ein Ball in die Wiese fällt und man diesen dann aufhebt. So gesehen dürfte man sich gar nicht mehr im Freien aufhalten.

Toxoplasmose

Der Kontakt mit Katzenkot kann den Erreger der Toxoplasmose übertragen. Für Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. HIV) kann das tiefgreifende Folgen nach sich ziehen.

90% aller Menschen die sich mit dem Erreger infizieren hat das keine weiteren Folgen. Das Immunsystem bildet wirksame Antikörper. Eine weitere Ansteckung wird verhindert. Eine Infektion wird also in aller Regel nicht bemerkt.

Schwangere Frauen die sich das erste mal mit Toxoplasmose infizieren kann das für das Ungeborene bedeuten dass es mit geistigen und körperlichen Behinderungen zur Welt kommt.

Immungeschwächte Personen (HIV) kann eine Infektion mit Toxoplasmose zu schweren neurologischen Schäden führen. Beiden Personengruppen ist unbedingt empfohlen den Kontakt mit Katzenkot zu meiden.

Die Katze ist Wirt des Toxoplasmose-Erregers. In ihr kann sich der Parasit vermehren. Die Sporen werden mit dem Kot der Katze ausgeschieden. Die Erreger können jahrelang in der Erde aktiv bleiben. Ca. 1% aller Katzen sind davon betroffen und geben Kot mit dem Erreger ab.

Katzenhalterinfo: Jede Katze scheidet den Toxoplasma Erreger aus, aber nur zwei Wochen lang. Danach ist die Katze lebenslang immun. Betroffen sind Freigängerkatzen, davon die jüngeren Katzen. Ältere Katzen haben sich schon mal infiziert und scheiden keine Erreger mehr aus.

Zusatzinfo: Auch das verzehren von rohem Fleisch (Rind ist ist ein Zwischenwirt) kann ebenfalls eine Infektion hervor rufen. Das ist sogar der zweit häufigste Weg sich mit Toxoplasmose zu infizieren. Die größte Chance hat man beim buddeln im Garten.

Ist eine Infektion mit Toxoplasmose für Kleinkinder gefährlich? Nein, gefährlich ist es nur für Ungeborene und für Immunschwache Personen (weitere Info).

Fäkalstreptokokken, Colikeime

Je nach eigener Verfassung sind die Symptome von keinerlei Reaktion bis hin zu Bauchschmerzen und Durchfall. Der gesunde Mensch kommt mit einer Vielzahl an Keimen und Erregern ohne weiteres klar. Viele Infektionen werden nicht einmal bemerkt.

Hat das Kleinkind nach einem Spielenachmittag im Sandkasten Durchfall, so muss es nicht ein Sonnenstich sein, es kann eine Infektion mit Keimen sein deren Ursprung Tierkot aus dem Sandkasten ist. Es kann aber eben auch was anderes sein.

Die Symptome treten mitunter mit mehreren Tagen Verzögerung auf.

Fuchsbandwurm, andere Würmer

Den Fuchsbandwurm haben viele gehört und allerorten wird gewarnt. Dabei ist eine Erkrankung mit dem Fuchsbandwurm äußerst selten. Im Jahr gibt es ein mehrfaches an Lottomillionären als an Fuchsbandwurm erkrankte Personen. Wenn man die Gefahr noch auf Katzen herunter bricht so ist spielt der Fuchsbandwurm keine Rolle mehr.

Der Krankheitsverlauf mit Spulwürmern und anderen Würmern der vom Katzenkot ausgeht ist klinisch unauffällig. Anders verhält es sich mit Spulwürmern aus Hundekot – diese Spulwürmer können größere Komplikationen mit sich bringen.

Die häufigsten Infektionswege erfolgen über infiziertes und ungewaschenes Gemüse oder über ungepflegte Spielplätze. Bei Kindern kann eine Infektion zum Beispiel auch über Staub beim spielen in der Wohnung erfolgen. Eine Infektion mit Spulwürmern ist eines der häufigsten Infektionen weltweit.

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Selbstschutz, Hygienemaßnahmen

Mit etwas Vorsorgemaßnahmen sind Infektionen die vom Sandkasten ausgehen gegen Null zu reduzieren. Man darf sich auch nicht über die möglichen Infektionen verrückt machen lassen. Nur darüber Bescheid wissen sollte man.

Katzenkot entfernen

Entfernt man Katzenkot ist ein geeignetes Werkzeug wie eine Sandschaufel, Spaten oder eine Blumenschaufel zu verwenden. Ein Plus wäre es Einmalhandschuhe dazu anzuziehen. Für Risikogruppen wie Schwangere oder Immunschwache Personen sind Handschuhe zwingend geboten.

Nicht aus Bequemlichkeit die Spielzeugschaufel oder anderes Spielzeug aus dem Sandkasten verwenden. Und wenn es unumgänglich ist, das Spielzeug gründlich waschen.

Das Werkzeug mit dem man den Katzenkot entfernt außer Reichweite der Kinder lagern. Sonst wird das gerne als Spielzeug genommen.

Es geht auch das klassische sammeln mit Handschuhe und Eimer. Oder wie man es von den Kotbeuteln für Hunde kennt. Die Tüte als Handschuh nutzen und den Kot dann aufnehmen.

Gesammelter Kot kann im Hausmüll entsorgt werden so wie man es auch mit dem Katzenklo macht. Kot der mit der Schaufel entfernt wird sollte nicht auf den Kompost. Die Sporen und Keime bleiben jahrelang aktiv.

Den Katzenkot kann man an einer für Kinder unzugänglichen Ecke ablegen. Damit verschiebt man die Reviergrenze und die Markierungsstelle für die Katzen.

Infektionswege

Der wichtigste und auch fast der einzige Infektionsweg erfolgt über offene Wunden und über die Schleimhäute, zum Beispiel über den Mund. Kinder stecken unbewusst die Finger in den Mund.

Doch nicht nur die Finger die in den Mund gesteckt werden sind eine Infektionsgefahr. Ein Schnuller dem das Kind in den Sand fällt, das Spielzeug das in den Mund genommen wird.

Diese Infektionen mit Krankheitskeimen erfolgt immer über den Mund. Daher, besonders im öffentlichen Sandkasten, niemals ein Brot in ungewaschene Kinderhände geben. Stets aufpassen dass Kinder nicht versehentlich die Finger oder Sandspielzeug in den Mund stecken.

Nicht nur im Sandkasten lauern diese Ansteckungsmöglichkeiten. Wer im Garten arbeitet wird immer wieder mit Katzen- und Tierkot konfrontiert. Auch beim reinigen des Katzenklos ist Vorsicht geboten.

Hygienemaßnahmen

Ist man mit Kot in Berührung gekommen, den Kontakt mit Gesicht und Essen vermeiden.

Hände für mindestens 30 Sekunden waschen.

Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugende Maßnahmen am Sandkasten um die Gefahr einer Infektion zu minimieren.

  • Am besten ohne Schnuller in den Sandkasten oder zumindest einen mit einer Schnullerkette.
  • Ist man selbst Besitzer einer Katze die Katze unbedingt regelmäßig entwurmen. Das nützt ihnen und ihren Nachbarn. Nachbarn ebenfalls auf die Entwurmung ansprechen.
  • Sandkasten regelmäßig absuchen und Kot entfernen.
  • Sandkasten abdecken, aber richtig. Eine Vollabdeckung mit Plane oder Holzdeckeln führt zu Ameisen im Sandkasten. Lieber ein Netz oder ein Gitter, zum Beispiel aus Hasendraht nehmen.
  • Kein Essen am Sandkasten. Denn Keime von den Händen werden über den Umweg Lebensmittel aufgenommen.

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Abwehrmaßnahmen

Katzenliebhaber werden mich nicht mögen, wie kann man Katzen nur vertreiben. Es geht primär gar nicht darum die Katze zu vertreiben, sondern nur darum die Katze vom Sandkasten, einem Kinderspielplatz, fernzuhalten.

Der Sandkasten als Revier

Der Sandkasten kommt der Bequemlichkeit der Tiere entgegen. Der weiche Untergrund eignet sich wunderbar zum scharren und verscharren von Kot. Das trifft übrigens auch auf frische Blumen-, oder Gemüsebeete zu.

Katzen legen ein ausgeprägtes Revierverhalten an den Tag. Dieses Revier wird unter anderem mit Duftmarken und Kot ablegen markiert. Es dauert nicht lange und es kommt die nächste Katze die meint dieses Revier für sich beanspruchen zu müssen und markiert ebenfalls, in dem Fall wiederum in den Sandkasten.

Dieser Trieb ist nur schwer zu unterbinden. Eine Teilmaßnahme ist das entfernen dieser Duft-, und Reviermarken und diese woanders hin zu verlagern. Das kann manchmal schon helfen. Von Dauer wird das nicht sein, wenn es überhaupt hilft.

Es wird gerne empfohlen ein Fernhaltemittel aufzutragen.

Fernhaltemittel aus der Sprayflasche

Diese Mittel gibt es in biologischer Qualität auf Basis natürlicher Stoffe und können unbedenklich in Sandkästen eingesetzt werden. Die Empfehlungen der Anwendung reichen von „direkt nach dem Kot entfernen auftragen“ bis hin zu „am Abend verwenden“.

Wird der Sandkasten während des Tages bespielt ist ein aufbringen dieser Mittel am Abend ratsam. So kann das Mittel während der Hauptzeit der freilaufenden Katzen seine Wirkung entfalten. Das Mittel ist bis zum nächsten Tag verflogen.

Bei manchem helfen diese Mittel, manch einer hat keinerlei Erfolg damit. Die Erfolgsrate ist durchwachsen, aber ein Versuch wert.

Fernhalteprodukte sollen den Katzen den Platz unattraktiv machen.

Ultraschall Fernhaltemittel

Neben Fernhaltemitteln aus der Sprayflasche gibt es auch elektrische Fernhaltemittel die entweder mit Ultraschall arbeiten oder mit Verscheuchungsmitteln die versprüht werden. Letztere sind eher für geschlossene Bereiche gedacht.

Die Ultraschallsender haben idealerweise einen Bewegungsmelder und springen erst dann an wenn sich eine Katze nähert. Ultraschall wird auch von anderen Tieren und auch von einigen Menschen wahrgenommen. Eine Dauerbelästigung mit Ultraschall ist daher zu vermeiden.

Diese elektrischen Fernhaltemittel mit Ultraschall sind durchweg erfolgreicher als die Fernhaltemittel aus der Sprayflasche.

Wasser als Schutz vor Katzen

Katzen mögen kein Wasser, das ist keine neue Erkenntnis. Doch wer mag die ganze Nacht auf der Lauer liegen um dann mit dem Gartenschlauch oder dem Wassereimer versuchen die Katze zu treffen die sich gerade mal wieder im Sandkasten vergnügt?

Viel zuverlässiger und Nerven schonender ist es sich einen Wasserstrahl – Tiervertreiber  (auch Reiherschreck genannt) zu besorgen und aufzustellen.

Diese Geräte funktionieren zuverlässig und man nebenbei noch was gutes für den Garten und den Sandkasten. Durch den Wasserstrahl wird auch der Sand gewässert was die Ameisen überhaupt nicht toll finden. Der Sand wird durchfeuchtet und hat am nächsten Spieltag genau die richtige Formstabilität.

Wasser ist ungiftig und unbedenklich einsetzbar. Diese Geräte schützen Tag und Nacht den Sandkasten vor ungebetenen Zutritt.

Pflanzen als Schutz

In aller Munde ist die Verpiss-dich-Pflanze. Diese ist, wie auch Hundeschreck und Katzenschreck als Wortmarke eingetragen und geschützt.

Die unscheinbare Pflanze (Harfenstrauch) kommt aus Ostafrika und wird 40cm bis 60m hoch. Der Gärtner Dieter Stegmeier brachte im Jahre 2001 eine Kreuzung dieser Pflanze auf den Markt.

Die Wirkweise beruht auf ätherischen Ölen wie Menthol die in den Nesseln enthalten sind. Der Geruch ist für Menschen nur in unmittelbarer Nähe wahrnehmbar. Für empfindliche Hunde- und Katzennasen soll dieser Duft abschreckend wirken.

Der Wirkkreis ist beschränkt und eine Pflanzung sollte in unmittelbarer Nähe des Sandkastens erfolgen.

Die Wirkung ist nicht nachgewiesen. Viele sprechen von einem guten Erfolg, manche wiederum halten gar nichts von der Pflanze. Auf einen Versuch könnte man es aber ankommen lassen wenn man die Möglichkeit hat.

Die Pflanze selbst liebt Vollsonne und Wärme. Zur Not geht auch Halbschatten. Temperaturen unter 10 Grad verträgt die Pflanze nicht. Die Pflanze ist also nicht winterhart und muß über den Winter ins Haus verbracht werden oder jedes Jahr neu gepflanzt werden. Die Wirkung wird erst entfaltet wenn die Pflanze ausgewachsen ist.

Die Pflanze ist ungiftig für Mensch und Tier.

Sandkastenabdeckung, der Trumpf gegen Verschmutzung

Die Sandkastenabdeckung ist der Schutz schlechthin gegen Katzen und Hunde im Sandkasten.

Bei manchem Sandkasten ist ein Deckel standardmäßig mit dabei. Bei den meisten Sandkästen wird man sich eine Abdeckplane extra kaufen müssen was sich aber von der Anschaffung lohnt und meist günstiger als elektrische Vertreibungsmittel ist.

Doch Achtung bei der Abdeckung. Vollabdeckungen wie Plane oder Holzbretter begünstigen die Ameisen im Sandkasten. Ameisen bauen ihre Nester in witterungsgeschützten Bereichen. Eine Vollabdeckung bietet genau diesen Witterungschutz.

Bewährt haben sich Netze. Hunde und Katzen gehen nicht in den Sandkasten, aber der Sandkasten ist der Witterung ausgesetzt. Vor allem bekommt der Sandkasten viel UV-Strahlen ab was den Sand sterilisiert.

Statt einem Netz kann man sich auch eine Abdeckung aus Hasengitter bauen.

Netz und Gitter sollten so beschaffen sein dass sie keine Vögel schädigen. Also kein Netz mit dünnen Fäden nehmen. Ein Abdecknetz wie es sie auch für Bäume gibt ist genau richtig.

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Sonstiger Tierkot

Im Sandkasten finden sich nicht nur Katzen und Hund ein. Maus, Ratte, Igel und Vogel finden diesen ebenso höchst interessant. All diese Tiere hinterlassen ab und an auch Kot. Allerdings eher zufällig, denn damit wird kein Revier markiert.

Diesen Kot mit einer Sandsieb Schaufel entfernen. Diesen wie Katzenkot entsorgen, bzw. kann man diesen auch gut unter einer Hecke verteilen. Da kommt nicht viel zusammen.

Vogelgrippe

Die Vogelgrippe ist ein seltener Fall und meist auf Herbst und Winter beschränkt. Also zu einer Zeit in der ein Sandkasten nicht benutzt wird.  Es besteht auch kein Grund zur Besorgnis. H5N1 Viren im Kot können kaum nachgewiesen werden und sind dort äußerst kurzlebig.

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