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Sandwechsel

Wann ist ein Sandwechsel für den Sandkasten notwendig? Ist er überhaupt notwendig? Schauen wir uns die Situation an.

Steht ein Sandwechsel an dann ist es sinnvoll diesen im Frühjahr, zur neuen Spielsaison, zu machen. Weiß man das schon im Winter davor, kann man sich am Sandkasten mit Streugut bedienen. Damit wäre man dann auch schon einen Teil des Sandes los.

Gründe für einen Sandwechsel

  • Verunreinigungen
  • Kontamination
  • Schwund

Verunreinigungen

Das ist der häufigste Grund für einen Sandwechsel. Sand der länger in Gebrauch ist wird im Laufe der Zeit immer mehr und mehr verschmutzt.

Das sind zum Beispiel

  • verrottendes Laub
  • tote Krabbeltiere
  • Vogelkot
  • Überreste von Tierkot
  • Keime
  • Moose
  • Insektenlarven
  • Essensreste
  • Eintrag durch Regen
  • Pollen
  • alles das was die Natur so bietet
  • Ameisen und Ungeziefer haben sich eingenistet

Deshalb ist im Sandkasten spielen so gesund für Kinder. Sie kommen mit vielen Dingen in Berührung und stärken so das Immunsystem.

Feste Abdeckungen aus Holz oder Plane helfen übrigens nur gegen einen Teil der Verschmutzungen. Manches verschlimmert sich sogar unter einer festen Abdeckung.

Viele dieser Verunreinigungen wie Laub lassen sich leicht mit einem Sieb entfernen. Das sollten man sowieso ab und an machen. Damit durchmengt man den Sand und holt tiefere Sandschichten an die Oberfläche wo die UV-Strahlen für eine Sterilisation der Keime und Bakterien sorgen.

Kontamination

Eine Kontamination ist eine unerwünschte Vermengung mit Fremdstoffen. Dieses kann vielerlei sein.

  • Radioaktivität
  • Pflanzenschutzmittel
  • Holzschutzmittel

Die Katastrophe des Atomreaktors in Tschernobyl hatte zur Folge dass das spielen in Sandkästen verboten wurde. Infolge wurde der Sand auf öffentlichen Spielplätzen ausgetauscht.

Pflanzenschutzmittel können dann in den Sandkasten geraten wenn zum Beispiel der Landwirt auf dem benachbarten Acker unvorsichtig war oder man selbst so ein Mittel anwendet und es durch Unaufmerksamkeit zu einer Kontamination des Sandes kommt.

Der Sandkasten wird renoviert, das Holz wird wetterfest gemacht und es fällt zum Beispiel die Dose um. Da wird mindestens ein Teilwechsel des Sandes notwendig.

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Gesetzliche Regelung

Für öffentliche Spielplätze gibt es keine verbindliche Regelung für einen Sandwechsel. Empfehlungen gehen dahin dass alle zwei Jahre der Sand im Sandkasten ausgewechselt oder professionell gereinigt wird. Oftmals geschieht dies nur durch Druck auf die Gemeinde.

Ebenso unwillig reagieren Hausverwaltungen. Sandkästen in Wohnanlagen verwahrlosen oft. Ein Antrag zum Sandwechsel enden häufig in langen Diskussionen in Eigentümerversammlungen. In diesen Wohnanlagen sind Sandkästen eine Alibilösung um gesetzlichen Vorschriften zum Wohle des Kindes nachzukommen. Entsprechend dürftig sind diese Anlagen gestaltet und gepflegt.

Am Pflegezustand dieser Anlagen erkennt man ob Kinder gerne gesehen werden oder nicht.

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Sand wechseln

Die erste Frage die sich stellt ist „Wohin mit dem alten Sand?„.

Es kommt auf die Größe an. Ein kleiner Sandkasten auf dem Balkon oder Terrasse fasst selten mehr als 2-3 Sack Sand. Diesen kann man normal im Hausmüll entsorgen oder der Sand kann als Sandbarriere gegen Schnecken im Gemüsebeet dienen.

Bei größeren Mengen ist das nicht ganz so einfach.

Alten Sand entsorgen

Der alte Sand in größeren Mengen lässt sich nicht einfach so entsorgen.

Eigenverbrauch

Hat man selber eine Baustelle am Haus, zum Beispiel Pflasterarbeiten oder Rohrverlegungsarbeiten, dann ist dieser Sand gut dafür zu verwenden. Selbst wenn diese Pflasterarbeiten erst später anstehen sollten, so kann man diesen Sand in einer Ecke zwischenlagern.

Schwerer Gartenboden lässt sich mit Sand gut auflockern.

Hat man vor einen Gartenteich zu bauen benötigt man oftmals Sand. Selbst wenn man das erst in ein oder zwei Jahren benötigt, so kann man den Sand durchaus so lange lagern.

Nachbarschaft fragen

Manchmal haben Nachbarn Bauarbeiten oder Pflasterarbeiten vor. Da lässt sich nachfragen.

Steht irgendwo ein Container mit Bauschutt kann man anfragen. Ein Kasten Bier oder eine Brotzeit lassen manchen Sand verschwinden. Vielleicht wird gerade Sand zum verfüllen benötigt.

Entsorgung Recyclinghof

Jeder Recyclinghof nimmt Bauschutt an, somit auch Sand. Dort vorher nachfragen, nicht dass man umsonst fährt. Das einladen, der Transport und das umfüllen in den Bauschuttcontainer sind nicht ohne. Das erfordert einiges an Kraft.

Verein fragen

In Vereinen finden häufig Baumaßnahmen statt. Gut möglich dass da der Sand gebraucht wird oder zwischengelagert werden kann.

Tiere, Kleintiere

Manch einer hält sich ein Hängebauchschwein, ein paar Hühner oder Kaninchen. Es werden Buddelkisten gebaut, Sandkuhlen geschaffen oder die Scharrflächen für die Hühner werden neu angelegt.

Teilräumung oder komplette Räumung

Viele Sandkästen, gerade der Gemeinden oder Kindergärten werden nur teilweise geräumt. Die oberste Schicht im Frühjahr wird abgetragen und neuer Sand aufgefüllt.

Der verbleibende Teil wird gesiebt und mit dem neuen Sand vermengt. Ein teilweiser Sandwechsel reicht oftmals schon aus um die Selbstreinigung des Sandkastens wieder in Fahrt zu bringen.

Muss ich denn jedes Jahr den Sand wechseln?

Diese Frage wird von besorgten Eltern oft in Foren gestellt.

Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zuerst ist es die Größe. Je größer ein Sandkasten desto weniger oft muss man wechseln. Da genügt es, bei normaler Nutzung und sonnigen Standort, entsprechend Sand nachzufüllen. Die Masse des Sandes reinigt sich selbst, vor allem wenn der Standort stimmt.

Wird der Sandkasten regelmäßig als Tiertoilette benutzt, das Kleinkind hat oft sein Geschäft verrichtet, es landen viel Essensreste oder Süßgetränke in den Sand, der Sandkasten ist klein und die Buddeltiefe gering, dann ist jährlich zumindest ein Teilwechsel ratsam.

Handelt es sich um eine Sandmuschel die immer sorgsam verschlossen wurde dann braucht man keinen Sandwechsel vornehmen. Allerdings wäre es mit den zwei bis drei Sack Sandvolumen relativ einfach.

Handelt es sich um einen großen Sandkasten der in der Sonne steht. Dieser nicht übermäßig verschmutzt und normal bespielt wird. Wenn der Sand noch ab und an gesiebt und durchgerecht wird, dann hält so eine Sandfüllung mehrere Jahre.

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Das Plus zum Sandwechsel

Hat man sich entschlossen den Sandkasten gänzlich zu räumen und mit neuen Sand aufzufüllen, dann ist es eine gute Gelegenheit weitere Arbeiten am Sandkasten durchzuführen.

  • Mit dem Hochdruckreiniger oder Bürste und Wasser die Umrandung reinigen
  • Bodenvlies überprüfen, falls gar keines vorhanden ist dringend! eines einsetzen
  • Holzschutzarbeiten
  • Kontrolle auf abgesplittertes Holz und Schleifarbeiten

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